Aachen - auf Wasser gebaut

Nein, Karl der Große hätte seine Residenz nicht hier errichtet, das Münster wäre nicht hier gebaut worden, Bischöfe hätten nicht hier zahlreiche Kaiser gekrönt, vielleicht gäbe es uns nicht hier, wenn nicht der Kaiser entdeckt hätte, dass schon die Römer vor ihm in den heißen Quellen Aachens gebadet haben. Heißes Wasser, mineralhaltiges Wasser, Heilwasser: das wurde über die Jahrhunderte als Schatz betrachtet. Eine große Stadt ist um die Quellen herum entstanden. Dieser Schatz wird heute nicht angemessen gepflegt und gewürdigt, obwohl Hunderte und Tausende von Menschen in den CAROLUS THERMEN BAD AACHEN baden und die dampfenden Brunnen in Aachens Innenstadt und in Burtscheid bestaunen.

Die Heißen Quellen Aachens sind verehrungswürdige Bodendenkmäler

Wasser ist heute in Aachen nur noch als Regen, in vielen schönen Springbrunnen, in wenigen Bächen, zwei Thermalwasserbrunnen und einem eleganten Thermalbad sichtbar. Wo ist die Erinnerung an die große Kur- und Badestadt Aachen geblieben?  Die historische Bedeutung  des Thermalwassers für Aachen steht den Bewohnern und den Besuchern von Aachen nicht vor den Augen. Und die Quellen – eines der wichtigen Identitätsmerkmale dieser Stadt -  sind in einem schlechten Zustand – unter Kanaldeckeln und in Hinterhöfen verborgen. Das Aachener Münster steht auf einem Quellheiligtum. Ein Mauerklotz erinnert an eine große römischeThermenanlage. Und ab und zu durchzieht ein feiner Schwefelgeruch die Innenstadt. Es wird Zeit, den „Fundamenten“ der Stadtgeschichte Aachens eine gründliche Renovierung zu widmen.

Die ahu AG Wasser Boden Geomatik in Aachen hat diese Karten erarbeitet (Dank an Dr. Georg Meiners und Manuela Hopp), die Kathy Beys Stiftung hat die Arbeit ermöglicht (Dank an Stephan Baldin).